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Ja zu fairen Importpreisen!
So werden wir abgezockt
Was bisher geschah
Was wir fordern
Ammenmrchen
der Gegner

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Preisdifferenzierungen sind an sich weltweit
etwas Normales. Problematisch werden sie, wenn die Nachfrager nicht
frei whlen knnen, wo sie einkaufen. Die Gesetze sind extrem auf Markenartikelhersteller
ausgerichtet. Doch Mrkte haben zwei Seiten: Erlaubt man den Anbietern,
ihre Preise zu differenzieren, so braucht die Nachfrageseite die Freiheit,
dort einzukaufen, wo es wirtschaftlich Sinn ergibt.
Beispiel 1: Markenkleider
Schweizer Textil-Einzelhndler werden gezwungen, die von ihren Kunden
nachgefragten Markenkleider bei den hiesigen Niederlassungen der Modekonzerne
berteuert zu beziehen. Es wird ihnen erschwert oder gar verunmglicht,
sich im Ausland zu den dort blichen Bedingungen einzudecken. Eine einzelne
Modemarke ist nicht im kartellgesetzlichen Sinne marktbeherrschend.
Weil aber alle fhrenden Modelabel mglichst viel aus dem Schweizer
Markt pressen wollen, treiben sie stillschweigend ein abgestimmtes Spiel.
Derweil decken sich Herr und Frau Schweizer zunehmend im Ausland ein.
Beispiel 2: Druckereien
Immer mehr Schweizer lassen ihre Drucksachen im Ausland herstellen.
Das Nachsehen haben die heimischen Druckereien. Versuchen sich diese
im Ausland mit gnstigem Papier, mit Druckmaschinen oder Druckplatten
einzudecken, werden sie auf die Schweizer Niederlassungen der Hersteller
verwiesen, die absurd hohe Preise verlangen. Wie soll es ihnen gelingen,
konkurrenzfhig zu sein?
Beispiel 3: Fahrzeugbau
Fahrzeugbauer in der Schweiz knnen zahlreiche Teile, auf die sie wegen
Kundenwnschen angewiesen sind, nicht dort einkaufen, wo sie wollen.
Weil sie fr Bremsen, Anhngerkupplungen, Achsen, Pneus oder Blachen
viel mehr bezahlen als ihre Konkurrenten im Ausland, sind sie schlicht
nicht mehr wettbewerbsfhig. Die Kunden der Fahrzeugbauer decken sich
zunehmend im Ausland ein.
Beispiel 4: Markengetrnke
Mchten sich Getrnkegrosshndler im Ausland mit Markengetrnken eindecken,
um sie in der Schweiz zu vertreiben, werden sie von den auslndischen
Abfllern nicht beliefert. Eine Offerte erhalten sie hchstens, wenn
sie massiv Druck aufsetzen. Missbruchliche Rabattsysteme zwingen Parallelimporteure
faktisch, auf dem engen Graumarkt oder ber Zwischenhndler einzukaufen,
deren Marge sie ebenfalls finanzieren mssen. Wirte und Hoteliers, die
Kunden der Getrnkehndler, kaufen berteuert ein, whrend ihre Gste
fters ber die Grenze fahren resp. weniger Touristen in die Schweiz
kommen.
Beispiel 5: Spielzeug
Spielzeuggeschfte und Detailhndler in der Schweiz beziehen Markenspielzeug
fr hhere Preise, als diese im benachbarten Ausland ber den Ladentisch
gehen. Wegen der Kundennachfrage sind sie aber auf die Produkte angewiesen.
Da sie zu teuer sind, wandern die Kunden ins Ausland ab, von wo sie
innerhalb grosszgigen Freigrenze direkt importieren knnen. Den Hndler
bleibt nur die Wahl, die Produkte in der Schweiz zu beziehen von einem
Vertriebssystem, das entweder ineffizient ist oder gezielt Kaufkraft
abschpft.
Beispiel 6: Krperpflegeprodukte
Frappante Preisunterschiede gibt es auch bei Krperpflegeprodukten.
Der "Diamond Gloss Styling Spray" von Nivea kostet fr Endkunden in
Deutschland umgerechnet CHF 2.84, whrend Schweizer Detailhndler im
Einkauf CHF 3.30 bezahlen! Das Produkt wird dann hierzulande fr gut
fnf Franken verkauft. Fr eine 300ml-Dose "Elnett Haarspray" von L'Oral
bezahlen Kunden in Deutschland CHF 3.05. Demgegenber liegt der Einstandspreis
fr Hndler in der Schweiz bei CHF 5.42.
Beispiel 7: Bücher
Schweizer Buchhändler müssen Bestseller und bestimmte Fachliteratur
im Sortiment haben. Sie werden gezwungen, sich bei den Niederlassungen
der grossen ausländischen Verlagshäuser mit "Schweiz-Zuschlag"
einzudecken. Derweil kaufen die Endkunden ihre Bücher vermehrt
im Ausland oder über das Internet.
Beispiel 8: Zeitschriften
Ausländische Zeitschriften sind in der Schweiz extrem teuer. Die
Kioskbetreiber können nicht auf wichtige Titel verzichten, ohne
Einbussen zu erleiden. Sie sind von den betreffenden Verlagen abhängig.
Die Verlage sind somit "relativ marktmächtig". Keiner
der einzelnen Verlage dürfte sich gegenüber anderen Verlagen
unabhängig verhalten können und "marktbeherrschend"
sein. Daher wird Art. 7 KG von der Weko nicht angewendet. Weil aber
eine sortimentsbedingte Abhängigkeit besteht, sollte im Einzelfall
geprüft werden, ob die Preise missbräuchlich sind.
Beispiel 9: Labormaterial
Schweizer Universitten und Spitler mssen Labormaterialien (sowie
viele medizinische Geräte und Einrichtungen) bei den hiesigen Niederlassungen
der Hersteller zu Preisen einkaufen, die einen "Schweiz-Zuschlag" enthalten.
Weil beispielsweise wegen der Konstanz von Forschungsergebnissen Mikroskope
eines Herstellers nicht durch diejenigen eines anderen ersetzt werden
knnen, sind die Laboratorien auf eine Belieferung angewiesen. Die hheren
Kosten tragen die Steuerzahler.
Beispiel 10: Software
Beinahe schon legendr sind Preise von Software-Updates. Nachfrager
aus der Schweiz erhalten automatisch einen anderen Preis. Besonders
tragisch ist das, wenn sie wegen eines frheren Systementscheids auf
Updates angewiesen sind und deshalb nicht ausweichen knnen. Schweizern
bleibt meist nichts anderes brig, als zhneknirschend die hohen Preise
zu bezahlen. Betroffen sind sowohl Endverbraucher als auch Firmen und
die ffentliche Hand.
Beispiel 11: Haustechnik
Private Unternehmen, aber auch der Bund, die Kantone und die Gemeinden
bezahlen für viele importierte Produkte "Schweiz-Zuschläge".
Dies nicht etwa, weil die jeweiligen Einkäufer nicht professionell
verhandeln, sondern weil gewisse Lieferanten ihre Marktmacht "unkontrolliert"
missbräuchlich ausnutzen.
Beispiel 12: Landwirtschaft
Schweizer Bauern kaufen viele Produktionsmittel (z.B. Saatgut, Dünger-
und Futtermittel, Maschinen, Stalleinrichtungen) überteuert ein.
Auch dies führt zu höheren Preisen für Agrarprodukte,
die letztlich die Konsumenten bezahlen und zudem alle Steuerzahler belasten.
Um für weitere Öffnungsschritte vorbereitet zu sein, ist es
für die Landwirte wichtig, ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit
zu erhöhen.
Die Aufzhlung von schdlichen Preisdifferenzierungen ist bei weitem
nicht vollstndig und knnte problemlos verlngert werden.
Der Einkaufstourismus wchst weiter. Dabei legen die Konsumenten immer
weitere Wege zurck (im Durchschnitt 70 Kilometer). Der Kaufkraftabfluss
alleine durch den Einkaufstourismus liegt bei zehn Milliarden Franken
pro Jahr. Nicht enthalten sind hier der Kauf von Automobilen und Treibstoffen,
Einkufe von Gewerbebetrieben sowie Ausgaben fr Restaurants, Kinos,
Wellness, Frisre, Zahnrzte, Druckereien und andere Dienstleistungen.
Die ungerechtfertigten "Schweiz-Zuschläge" müssen
verschwinden, damit die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Unternehmen
steigt. Das sichert und schafft Arbeitsplätze! |